Die überlieferte Ninjutsu-Linie
- Takamatsu Sensei
- Masaaki Hatsumi Sensei
- Doron NavonErster nichtjapanischer Shihan – brachte das Ninjutsu nach Israel
- Moshe Castiel
- Jakov Schacht
Goshin Ninjutsu ist nicht aus dem Nichts entstanden. Es ist das Ergebnis einer überlieferten Ninjutsu-Linie, eines persönlichen Ausbildungsweges und der Begegnung mit Lehrern, die mir gezeigt haben, wie man Menschen unterrichtet.
Eine übergreifende Säule – nicht Teil der Ninjutsu-Übertragungslinie.
Die Wurzeln von Goshin Ninjutsu reichen zurück zu Takamatsu Sensei und seinem Schüler Masaaki Hatsumi Sensei. Von dort führt die Linie über Doron Navon – den ersten nichtjapanischen Shihan, der das Ninjutsu nach Israel brachte – und Moshe Castiel zu Jakov Schacht.
Diese Linie bildet das traditionelle Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut.
Mein persönlicher Weg im Ninjutsu begann bei Daniel Doray, der mein erster Lehrer war. Bereits während dieser Zeit trainierte ich parallel bei Jakov Schacht. Beide Lehrer stehen deshalb gemeinsam am Anfang meiner Kampfkunstreise – nicht als aufeinanderfolgende Stationen.
Während Daniel Doray mir den ersten Zugang zum Ninjutsu eröffnete, prägte vor allem Jakov Schacht die Verbindung des Ninjutsu mit anderen Kampfkünsten und Kampfsystemen. Dazu gehörten Einflüsse aus dem Jeet Kune Do, dem Eskrima, den Filipino Martial Arts, dem Gracie Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) und weiteren praktisch ausgerichteten Systemen.
Mindestens genauso wichtig war für mich die Didaktik von Jakov Schacht. Neben dem Vorbild von Wolfgang Gier ist sie eines der wichtigsten Elemente, die ich auf meinem Weg gelernt habe. Jakov hat mir beigebracht, Techniken so weit herunterzubrechen und so klar zu vermitteln, dass ich mich auf jeden Schüler einstellen kann – egal ob Kind, Anfänger oder Fortgeschrittener, ob sportlich oder vorsichtig.
Jede Technik lässt sich so zerlegen und erklären, dass sie für jeden Menschen erlernbar wird. Diese Art zu unterrichten ist heute ein fester Bestandteil von Goshin Ninjutsu.
Später setzte ich meine Ausbildung bei René Rothhagen fort und erhielt bei ihm meinen Schwarzgurt. René war damit nicht mein erster Lehrer, sondern der Lehrer, der mich auf einem bereits begonnenen Weg bis zum Schwarzgurt geführt hat.
Seitdem entwickle ich mich eigenständig weiter. Seit einiger Zeit begleitet und prägt mich zusätzlich das Training bei Hayong Yun, Dai-Shihan. Durch ihn sind die traditionellen technischen, kulturellen und geistigen Bestandteile des Ninjutsu wieder stärker in meinen Weg eingeflossen.
Eine weitere zentrale Persönlichkeit ist Wolfgang Gier, Mitbegründer des Gym Kwan Hamburg und einer der Pioniere des Muay Thai in Deutschland.
Wolfgang hat mich direkt im Thaiboxen ausgebildet und begleitet. Auch Jakov Schacht, Daniel Doray und René Rothhagen haben bei ihm trainiert oder wurden von ihm begleitet. Damit ist er eine wichtige gemeinsame Verbindung zwischen mehreren Lehrern meines Weges.
Wolfgang Gier gehört nicht in die lineare Ninjutsu-Übertragungslinie. Sein Einfluss bildet eine eigene, übergreifende Säule.
Sein Einfluss betrifft nicht nur das Thaiboxen und die praktische Anwendbarkeit von Kampftechniken. Wolfgang ist für mich bis heute eines der wichtigsten Vorbilder dafür, wie ein Lehrer seinen Schülern begegnen sollte. Zusammen mit der Didaktik von Jakov Schacht ist das die Grundlage meiner Art zu unterrichten.
Konsequenz und Härte im Training können mit Respekt, Menschlichkeit und echter persönlicher Verbundenheit einhergehen.
Ein guter Lehrer vermittelt nicht nur Techniken. Er sieht den Menschen, übernimmt Verantwortung und schafft einen Raum, in dem sich seine Schüler körperlich und persönlich entwickeln können.
Diese Haltung ist heute ein wesentlicher Bestandteil von Goshin Ninjutsu. Wolfgangs Einfluss zeigt sich deshalb nicht nur in Techniken aus dem Muay Thai, sondern auch in meiner Art zu unterrichten und meinen Schülern zu begegnen.
Aus diesen drei Säulen entstand die Idee von Goshin Ninjutsu: das Gleichgewicht zwischen traditionellem Fundament, moderner Anwendbarkeit und einer menschlichen, verantwortungsvollen Art des Unterrichtens.
Die überlieferte Linie als Fundament
Praktisch, direkt und realistisch
Ein Lehrer, der den Menschen sieht und sich auf jeden Schüler einstellt